Flexibles Personalmanagement per Virtualisierung

Arbeitsplatzreformen

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Umbruch am Arbeitsplatz: Freie Mitarbeiter, Telearbeit und nicht zuletzt die Herausforderungen der Globalisierung mit Fusionen, Akquisitionen und geografisch verteilten Niederlassungen verändern die Spielregeln im Personalmanagement - und in der Unternehmens-IT.

Die Arbeitswelt unterliegt elementaren Veränderungen. Neben dem Stammpersonal und den Außendienstlern gehören zunehmend auch Telearbeiter im Home Office und Mitarbeiter auf Projektbasis zur Belegschaft. Hinzu kommen Kollegen aus weltweit verteilten Dependancen, Partner und Dienstleister. Die Vorteile organisatorischer Anpassungen: niedrige Reisekosten, schnelle Reaktionszeiten und die ideale Besetzung von Fachkräften, unabhängig vom Einsatzort. Mitarbeiter wiederum profitieren von mehr Flexibilität in der Planung ihrer Frei- und Arbeitszeiten.

Doch die neu gewonnene Freiheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat ihre Grenzen: Klassische IT-Strukturen auf Basis des Client-Server-Modells sind für so viel Flexibilität gar nicht konzipiert. Örtlich verteilte Mitarbeiter lassen sich nur auf technologischen Umwegen - nämlich mit hohen Kosten für ein Re-Engineering oder Abstrichen bei der Sicherheit - in die Unternehmens-IT integrieren. Zu diesem Ergebnis kommt auch das auf Arbeitsplatzoptimierung spezialisierte Beratungshaus Centracon in einer Erhebung unter 300 IT-Verantwortlichen aus dem deutschsprachigen Raum. Demnach sei nur jedes siebte Unternehmen in der Lage, Clients für Mitarbeiter kurzfristig mit aufgabengerechten Anwendungen und Diensten zu versehen. In knapp einem weiteren Viertel der Firmen könne dies zumindest mit Einschränkungen erfolgen. Doch fast zwei Drittel der Befragten schreiben sich selbst keine allzu hohe Flexibilität zu.

Arbeitsplatz der Zukunft


Verbesserte Bedingungen in der Personalpolitik erwarten sich Branchenkenner zukünftig mit Hilfe von Virtualisierungstechnologien: Die Entkopplung der Anwendungen vom Betriebssystem und der Hardware ermöglicht es Unternehmen, eine so genannte „Virtual Workforce“ zu bilden, die sich - völlig unabhängig von der räumlichen Situation - flexibel an die unterschiedlichen Geschäftsprozesse anpassen lässt. Dies gilt nicht zuletzt auch nach Fusionen und Übernahmen, wenn Mitarbeiter schnell an existierende Systeme, Anwendungen und Daten angebunden werden müssen. Statt der Einrichtung einzelner Benutzer-Clients lassen sie sich in Form virtueller Desktops zentral vom Rechenzentrum aus für die unterschiedlichen internen und externen Anwender zur Verfügung stellen. Das technische Prinzip: Anwender an unterschiedlichen Orten teilen sich ein rudimentäres Basis-Image, das sich - befreit von Anwenderprofilen, Anwendungen und Daten - leicht verwalten lässt. Die jeweils benötigten personalisierten Einstellungen für einzelne Benutzer werden separat gespeichert und abgerufen, während sich spezifische Anwendungen bequem per Streaming oder Veröffentlichung übertragen lassen, die offline verfügbar sind. Auch können Administrationsaufgaben und Wartungen mit Patches oder Updates, die für räumlich verteilte Mitarbeiter in herkömmlichen Client-Server-Umgebungen nur sehr aufwändig zu bewerkstelligen sind, so relativ mühelos erfolgen.

Für die neue Form des IT-Managements hat Citrix ein komplettes Produktportfolio mit der Bezeichnung Citrix Delivery Center entwickelt. Dabei handelt es sich um eine dynamische Plattform für die Anwendungs- und Desktopbereitstellung inklusive den Infrastrukturlösungen XenDesktop, XenApp, XenServer, und NetScaler. Mit XenDesktop lassen sich Mitarbeiter mit zentral bereitgestellten Desktops und Applikationen versorgen. Anders ausgedrückt: Die Lösung verlagert Anwendungen, Desktop-Betriebssysteme und Benutzereinstellungen vom Endgerät ins Rechenzentrum, erlaubt so eine einfache Administration, sorgt für Sicherheit sowie für eine mit herkömmlichen IT-Strukturen kaum realisierbare Flexibilität: Ein Zugriff auf die zentral bereitgestellten Strukturen ist von jedem Ort aus und mit nahezu jedem Endgerät möglich. Mobile Mitarbeiter und Anwender im Home Office verfügen so beispielsweise via Internet über ihre persönliche Arbeitsumgebung.

Swisscom: Flexibilität mit Virtualisierung


Neue technologische Freiheiten, die sich unter anderem der größte Informatik-Dienstleister in der Schweiz, Swisscom, zunutze macht. Die Swisscom IT Services AG setzt auf Citrix XenDesktop, um externen Programmierern einen sicheren Zugriff auf eine interne Entwicklungsumgebung zu ermöglichen und die Kosten für die Administration und die Bereitstellung zu minimieren. Der Hintergrund: Während einer Reorganisation innerhalb der Muttergesellschaft erfolgten einige Standardisierungs- und Konsolidierungsprojekte auch auf IT-Ebene. Dabei galt es, externe Programmierer in die IT-Infrastruktur von Swisscom IT Services einzubinden. Während der Großteil der Entwicklungsarbeit von Madrid aus erfolgen sollte, mussten zusätzlich einige Programmierer in München Zugriff erhalten. Eine Bereitstellung physikalischer Workstations für die insgesamt rund 80 Anwender inklusive Standleitungen und Support wäre zu aufwändig gewesen. Abstand von dieser Alternative nahm das IT-Management schon wegen der täglichen Datenreplikation und den unzureichenden Sicherheitsmöglichkeiten für die sensiblen Programmcodes.

Entsprechend realisierte Swisscom IT Services ein alternatives Zugangskonzept und kombinierte dabei zwei unterschiedliche Technologien: die bereits im Hause etablierte SSL-VPN-Lösung Citrix Access Gateway für den sicheren Web-Zugriff und Citrix XenDesktop für die virtualisierte Bereitstellung der Entwickler-Desktops. Das Ergebnis: Jeder der rund 80 Entwickler verfügt nun über einen kompletten Windows XP-Desktop mit der Entwicklungsumgebung und sämtlichen Office- sowie Business-Applikationen - per Virtualisierung zur Verfügung gestellt. Möglich wurde dies durch das einfache Klonen einer vorhandenen Workstation als virtuelle Maschine. Mit Citrix XenDesktop ist der Dienstleister nun in der Lage, die Anforderungen der Benutzer in Madrid und München zu erfüllen, und das mit einer vergleichbaren Performance eines lokal installierten Arbeitsplatzrechners. Die Instant-On-Technologie von Citrix sorgt sogar dafür, dass der virtuelle Arbeitsplatz schneller zur Verfügung steht, als nach dem Booten von physischen Desktops. Ein weiterer Vorteil: Neue Anwender an unterschiedlichen Orten können sehr schnell und kosteneffizient eingebunden werden. Und auch der Gedanke an eine etwaige Migration auf Windows 7 und die damit zusammenhängenden Administrationsaufgaben ringen den IT-Verantwortlichen von Swisscom IT Services nur ein Lächeln ab.

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